Autorenvorstellung Carin Müller/Charlotte Taylor

Hallo Ihr Lieben,

heute stelle ich Euch Carin Müller vor, die auch unter dem Namen Charlotte Taylor bekannt ist. Ich hatte vor kurzem das Vergnügen Carin Müller persönlich kennenzulernen und begegnete einer wirklich sympathischen, interessanten und  aufgeschlossenen Frau, die auf mich sehr direkt, aber auch fröhlich wirkte. Dies hinterließ bei mir einen absolut positiven Eindruck. Carin hat für mich sehr interessante Bücher geschrieben. Den meisten ist sie wohl, als Charlotte Taylor bekannt. Unter diesem Pseudonym schrieb sie die Hot Chocolate Reihe und natürlich an der Millionaires Club Reihe mit. Aber auch ihre Bücher als Carin Müller sollte man sich etwas näher ansehen, welche das sind verrate ich Euch heute Mittag näher.

Carin hat mir ein paar Fragen beantwortet, deren Antworten für mich sehr interessant waren.

Interview

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Wie bist Du auf die Idee gekommen zu schreiben und hast Du es Dir so vorgestellt?

Ich hatte schon sehr früh, das Bedürfnis, meine Geschichten aufzuschreiben und dabei sehr schnell festgestellt, dass es richtige, zum Teil sehr mühsame, harte Arbeit ist. Das hatte ich mir irgendwie romantischer vorgestellt …

🙂 Das glaube ich dir gerne. Ich denke der ein oder andere hat da falsche Vorstellungen und ich finde es schön, dass Du es erwähnst. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie stressig es bestimmt werden kann und gebe zu, dass mir die Arbeit mit dem Blog absolut reicht. Davon abgesehen, würde mir auch das Talent fehlen 😉

Woher nimmst Du Deine Ideen für eine Geschichte?

Die interessantere Frage wäre, warum finden die Ideen immer mich? Ehrlich, sie sind einfach da, ploppen zu den ungünstigen Zeiten in meinem Kopf auf und wollen raus.

Das ist toll und ungünstig gleichzeitig. Aber ein klein wenig kann ich das Nachvollziehen, denn mit Beitragsideen geht es mir ähnlich. Die kommen komischerweise immer irgendwie während meiner Schicht im Altenheim.

Kannst Du Dir auch vorstellen ein ganz anderes Genre zu schreiben?

Ja, mache ich ja ständig. Unter meinem Klarnamen schreibe ich zum Teil deutlich komplexere zeitgenössische Romane und abgedrehte Komödien. Außerdem habe ich schon Kinder-Science-Fiction-Geschichten geschrieben. Wer weiß, was sonst noch alles kommt?

Das klingt gut, ein Teil Deiner anderen Bücher kenne ich schon und war ehrlich gesagt begeistert. Vielleicht auch gerade deshalb, weil sie mal anders als zur Zeit üblich sind.Vor allem “ Tage zwischen Ebbe und Flut“ hat mich absolut begeistert.

Wie entsteht Dir das Bild Deiner Protagonisten, erfunden oder doch teils aus dem realen Leben?

Unterschiedlich. Die meisten sind ganz klar frei erfunden, aber einige tragen Charakterzüge von echten Menschen aus meinem Umfeld in sich.

Ich stelle mir gerade das erfundene immer schwieriger vor. Zumindest würde es mir wohl so gehen. Ich hätte immer Angst ich würde eine wichtige Eigenschaft verwechseln 🙂

Gibt es einen Ort wo Du am liebsten schreibst und um welche Tageszeit klappt es am besten?

Meistens schreibe ich in meinem Büro, häufig auch auf dem Sofa, aber am Esstisch oder im Zug. Im Grunde ist es mir egal. Ähnliches gilt für die Tageszeit. Wenn der Abgabetermin droht, bin ich meist extrem motiviert und schreibe notfalls von frühmorgens bis spätabends.

Das ist bestimmt manchmal ein ganz schöner Druck. Ich könnte wohl auch morgens schreiben, trotzdem arbeitet mein Kopf Abends am besten. Der Ort ist für mich auch egal, deshalb kann ich das gut nachvollziehen.

Wie bereitest Du Dich auf ein neues Buch vor?

Auch das ist unterschiedlich. Manchmal fange ich einfach an, manchmal muss ich erst intensiv recherchieren und manche Stoffe schiebe ich monate- manchmal sogar jahrelang durch meine Gehirnwindungen, bis ich anfange.

Es kommt wohl immer aufs Thema an. Einfach so loszulegen finde ich toll, das wäre für mich wohl eher nichts.

Was stört Dich beim schreiben oder was ist für Dich wichtig dabei?

Wenn ich keine Lust habe zu schreiben oder unmotiviert/uninspiriert bin, stört mich fast alles. Da nervt es mich sogar, wenn es der Hund wagt, zu laut zu atmen oder das Telefon klingelt. Wenn’s dann läuft, kann mich nichts aus der Ruhe und dem Schreibfluss bringen.

Das glaube ich gern. Es gibt immer Tage, da sollte man es lieber lassen, auch wenn das für Autoren schlecht möglich ist.

Ihr schreibt Eure Millionaires Club Reihe zusammen, kannst Du Dir auch vorstellen, ein einzelnes Buch zusammen zu schreiben?

Hab ich schon mal gemacht – meinen allerersten Roman als Carin Müller habe ich zusammen mit einer Kollegin geschrieben. Das war für den Erstling nicht schlecht, denn man kann sich wunderbar gegenseitig motivieren. Inzwischen bin ich so sehr an meine eigenen Abläufe gewöhnt und vor allem so wahnsinnig knapp getaktet, dass ich mir einfach nicht die Zeit für eine sinnvolle Kooperation nehmen kann und will. Aber Spaß macht es in jedem Fall. Vor allem das Plotten.

Die Info ist irgendwie an mir vorbeigegangen 😉 . Mit der Motivation, das glaube ich gern, dennoch stelle ich es mir schwierig vor.

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Welches Deiner Bücher liegt Dir am meisten am Herzen?

Puh, die berühmte Frage nach dem Lieblingskind … Ist echt schwer zu beantworten. Wenn ich mich aber um jeden Preis entscheiden müsste, dann würde ich GEFÜHLTE WAHRHEIT nennen (als Carin Müller geschrieben).

Auf dieses Buch bin ich sehr gespannt, denn ich habe es vor ein paar Tagen endlich gekauft und es wartet darauf gelesen zu werden.

Wie lässt sich das Schreiben in den Alltag einbauen?

Tja, da Schreiben mein Hauptjob und somit Alltag ist, stellt sich die Frage für mich nicht.

Das stimmt natürlich auch wieder 🙂 Einerseits stelle ich es mir schön vor, wenn man sein Hobby zum Beruf macht. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, ganz aufzuhören. Obwohl ich nur Teilzeit arbeite, denke ich trotzdem manchmal, dass ich vor lauter Bücher und Beiträge, eigentlich keine Zeit für den Job hätte.

Womit schaffst Du Dir einen Ausgleich?( Hobbys oder sonstiges)

Mit ausgedehnten Gassirunden mit meinem Hund.

Das ist ein sehr schöner Ausgleich. Ich bin mit Hunden groß geworden, hätte aber zu wenig Zeit dafür, mir jetzt wieder einen zu halten. 

Hast Du einen Lieblingsautor/Lieblingsbuch?

Ich liebe John Irving, aber es gibt sehr viele tolle Autoren, die ich sehr mag. Dito Bücher – da habe ich keinen Liebling.

Da habe ich bisher nur “ Gottes Werk und Teufels Beitrag“ gelesen. Ein einziges Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor zu bestimmen ist auch fast unmöglich. Zumindest geht es mir so, mal abgesehen von Charles Dickens 

Was stört Dich in Büchern, die Du selbst liest?

Schlechter Stil, zu langatmige Beschreibungen und ganz besonders Gewaltverherrlichung aller Art.
Aber andererseits – solche Bücher lese ich dann nicht, oder zumindest nicht fertig.

Das kenne ich gut. Langatmig geht gar nicht und Gewaltverherrlichung mag ich auch nicht, damit komme ich nicht klar. Wenn dann sind es Bücher die als Thriller gelten und dann rechne ich damit. In Liebesgeschichten, geht das gar nicht. Hatte ich leider vor kurzem erst. Ich war geschockt und somit lass ich die Finger von Teil 2.

Was muss ein gutes Buch für Dich haben um Dich zu fesseln?

Gute Frage – am liebsten einen Wow-Effekt, der mich packt. Das muss nicht besonders spektakulär sein, aber ein netter Twist in der Geschichte, den ich so nicht erwartet hätte.

In der Sache sind wir uns wohl ähnlich. Es muss auf seine Art begeistern. Manchmal ist das warum schwer zu erklären.

Hast Du einen Wunsch für die Zukunft?

Außer Weltfrieden? Vor allem Gesundheit für all jene, die mir am Herzen liegen.

Das ist ein sehr guter Wunsch und ich hoffe, dass er in Erfüllung geht.

Gibt es etwas, was Du Deinen Lesern gern sagen möchtest?

Seid offen und lasst euch weiterhin verzaubern!

Offenheit ist sehr wichtig. Auch hier gebe ich Dir absolut recht. 

Ich hoffe ich habe Euch etwas neugierig auf Carin Müller/Charlotte Taylor gemacht und Euch hat dieses Interview ein wenig gefallen. Ich hatte auf jeden Fall, eine Menge spaß dabei und freue mich auf weitere Bücher von ihr.

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