Veröffentlicht in Autoren

Autorenvorstellung; Kira Minttu

Es ist wieder soweit und ich stelle Euch meinen nächsten Autor vor. Diesmal durfte ich mich etwas mit der Autorin Kira Minttu die wechselnd in Deutschland und New York lebte unterhalten und es war sehr interessant. Ich habe sogar ein paar Gemeinsamkeiten zu mir entdeckt. Kira wirkte auf mich mit ihrer Herzlichen Art sehr freundlich, aufgeschlossen und gut gelaunt. So machte das Interview gleich noch mehr spaß. Kira liebt Rockmusik, was in ihren Adult Romanen sehr gut zu erkennen ist, außerdem ist sie Mitinhaberin des Autorenlabels Ink Rebels. Ihre Bücher Keep on Dreaming und Me, without words habe ich beide gelesen und war absolut begeistert.Ich habe Kira ein paar Fragen gestellt auf die ich ein paar interessante Antworten erhalten habe.

Interview

Wie bist Du auf die Idee gekommen zu schreiben und hast Du es Dir so vorgestellt?

Ich glaube, ich bin gar nicht wirklich „auf die Idee gekommen“ und habe es mir entsprechend auch nicht im Vorfeld vorgestellt. Das Schreiben zieht sich recht konstant durch mein Leben, wenn auch nicht in Form von Romanen. Ich habe als freie Autorin gearbeitet, hatte eine Musikzeitschrift, habe lange Jahre gebloggt und Kolumnen geschrieben – und irgendwann war da der erste Satz für „Keep on Dreaming“ – und drei Monate später konnte ich der Liste dann tatsächlich das Stichwort „Roman“ hinzufügen.
Und ich hätte mir niemals vorstellen können, wie unglaublich, unfassbar großartig diese Form des Schreibens sein würde. 😀

 

Das klingt alles sehr interessant. Vor allem die Musikzeitschrift hätte mich ganz bestimmt interessiert:) Aber ich bin sehr froh, dass „Keep on Dreaming“ entstanden ist. Denn es war für mich ein Buch zum genießen.

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Kira Minttu

 

Woher nimmst Du Deine Ideen für eine Geschichte?

Aus meinem Umfeld, durch Musik, aus Filmen, Märchen, Gesprächen und einfach aus allem, was meine Sinne so aufschnappen, drehen, wenden und weiterspinnen können.

Die Ideen aus dem Umfeld zu nehmen, kann ich mir gut vorstellen. Allerdings ist es für mich immer unbegreiflich, wie sich daraus der Text für ein ganzes Buch formt 😉

 

Kannst Du Dir auch vorstellen ein ganz anderes Genre zu schreiben?

Ein anderes Genre als Jugendbuch? Ja, kann ich, habe ich auch schon. Im Moment fühle ich mich im Jugendbuch/YA/NA-Genre allerdings sehr wohl.

Da bin ich aber sehr froh, denn dieses Genre mag ich selbst sehr gerne

 
In Deinem Buch Keep on Dreaming geht es um Musik.Wie wichtig ist die Musik Dir selbst?

Ebenso wichtig wie das Schreiben, und ich vermute fast, das sagt schon alles, oder?
Ich bin ein ziemlicher Kunststoffel, keiner rennt so schnell durch Ausstellungen und Museen hindurch wie ich, aber Musik – mein ganzes Inneres öffnet sich dabei, und ich bin absolut in der Lage, beim Musikhören die komplette Bandbreite an Emotionen abzurufen.

 

Das ist bei mir ähnlich. Musik bestimmt mein Leben schon immer, genau wie Bücher. Ich könnte nicht sagen, was von beidem wichtiger ist. Aber wahrscheinlich eher die Musik. Gute Rockmusik sammle ich genau wie Bücher. Musik lässt mich leben, sie berührt mich.

 
Wie entsteht in dir das Bild deiner Protagonisten, erfunden oder doch teils aus dem realen Leben?

Im Allgemeinen sind meine Protagonisten komplett erfunden, sie sind in meinem Inneren gewachsen und folgen keinem Bild – Katinka, Juli, Jako, sie alle haben keine tatsächlichen Vorbilder. Ein einziges Mal ist es allerdings vorgekommen, dass ich einen Protagonisten nach dem Schreiben plötzlich in einem Video „gefunden“ habe. (Dieses Video, es ist ein Musikvideo, habe ich mittlerweile etwa tausend Mal gesehen. Es ist so erhebend, ihn entdeckt zu haben. :p )

Es sind auch alles tolle und einzigartige Charaktere, obwohl ich zugeben muss, dass mich Juli’s Geschichte etwas mehr berührt hat.

 

Gibt es einen Ort wo Du am liebsten schreibst?

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Stay Tuned 1

Nö. Ich brauche nur Stille um mich herum. Wäre also eher nicht in der Lage, in einem Café zu schreiben. Aber gib mir meinen Rechner und einen ruhigen Ort – und dann geh einfach wieder. 😀

So hat jeder seine Art, wie es am besten klappt. Ich brauche zum konzentrieren Musik, mich stören Geräusche weniger. Sehr oft sitze ich aber auch draußen und schreibe für den Blog oder lese. Allerdings muss ich auch kein ganzes Buch schreiben, da wäre es dann bestimmt anders.

 

Wie bereitest Du Dich auf ein neues Buch vor?

Ich stürze mich kopfüber hinein. Ich vermute, es würde jetzt um einiges professioneller klingen, wenn ich recherchieren, meine Idee ausbauen, ein Exposé anfertigen und Karteikärtchen beschriften würde, aber in der Realität beginnt meistens alles mit einem ersten Satz – und dann muss ich sehr schnell tippen, um mit meinen Gedanken mithalten zu können.

Ich finde, genau das macht wahrscheinlich das Gefühl in den Geschichten aus. Jeder bereitet sich nun mal anders vor. Für mich wäre das gar nichts, außer ich hätte die Geschichte selbst erlebt.

 
Was stört Dich beim Schreiben?

Unruhe, Geräusche, Ablenkung. Leider. Ich wäre gerne in der Lage, so etwas ausblenden zu können. Aber beim Schreiben kann ich nicht einmal Musik hören.

Bei einem ganzen Buch kann ich mir das Vorstellen. Bei kurzen Texten für den Blog höre ich immer Musik, oder sitze irgendwo draussen. Das einzige was mich dann stört ist, wenn mein Mann gerade dann etwas von mir möchte, oder mir irgendwas erzählt:)

 

Wie lässt sich das Schreiben in den Alltag einbauen?

Ziemlich gut. Ich bin eine Jede-freie-Minute-Nutzerin, und meine Prioritäten, was das Schreiben betrifft, sind ganz klar verteilt.

Das ist bei mir ähnlich. Ich nutze freie Tage, denn an Diensttagen klappt es meist nicht so gut Zeit mit der Zeit. Da lese ich dann mehr

 

Womit schaffst Du Dir einen Ausgleich? ( Hobbys oder sonstiges)

Das mag jetzt etwas fanatisch klingen: Aber ich brauche keinen Ausgleich. Ich will nur Schreiben. Alles andere – Schlafen, Essen, Atmen – mach ich halt auch. :p

Ich Scheibe auch gerne, aber brauche trotzdem einen Ausgleich. Aber wohl eher wegen meinem Job. So ist Musik, Livemusik, lesen und Schwimmen ein guter Ausgleich. Sogar das Bloggen würde ich als Ausgleich bezeichnen. Aber wirklich verrückt bin ich wohl nach Musik.

 

Welche Bücher magst Du selbst gerne? Vielleicht hast Du einen Buchtipp für die Leser?

Ich lese sehr, sehr viel und kann beinahe jedem Genre etwas abgewinnen. Empfehlen

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kann ich an dieser Stelle Matt Ruff, Lily Brett, John Irving, Jo Nesbø, Henning Mankell oder Wally Lamb. Und außerdem – siehe nächste Frage:

Das kann ich gut verstehen. Ich lese auch gern in verschiedenen Genre und auch gerne mal was neues. Jo Nesbø kann ich nur bestätigen

 

Hast Du einen Lieblingsautor?

Terry Pratchett. The One and Only. *Spontankniefall*

Das schaue ich mir gleich mal an 🙂

 
Was stört Dich selbst in Büchern, die Du selbst liest?

An den Haaren herbeigezogene Zufälle, Klischees, Frauenfiguren, die Idioten lieben und bis zum Standard-Happy-End nicht zu bemerken scheinen, dass sie Idioten lieben. Oder sie bemerken es, lieben ihn aber trotzdem, weil er nämlich gut aussieht, ne?

*Lach* Jetzt musste ich wirklich lachen, denn das sind die Dinge, die mich auch oft nerven. Es gab Bücher mit irgendwelchen naivsten, die trotzdem bei dem Idiot blieben, nur weil er toll aussieht etc. Das kann ich nie verstehen. Kann mich deshalb auch schlecht reinversetzen. Aber mich reinversetzen zu können, ist mir sehr wichtig.

 

Was muss ein gutes Buch für Dich haben um Dich zu fesseln?

Emotionen. Ich will mich in die Protagonisten verlieben können und zwar nicht, weil sie gut aussehen und/oder eine harte Kindheit hatten, sondern weil sie so authentisch und differenziert dargestellt werden, dass man mit ihnen lacht und weint und leidet, dass man sie schütteln und anschreien möchte.

Genau:) Ich muss mich auch in sie reinversetzen können, mit ihnen Fühlen können etc. In irgendeinen Idioten kann ich das nicht. Deshalb war wohl „After“ nichts für mich, obwohl ich gerne Bad Boy Geschichten lese. Dafür waren Bücher wie „Driven“  „Bourbon Kings“ oder “ Kylie Scott’s Rockstars“ genau mein Ding.:)

 
Kannst Du Dir vorstellen ein Buch oder eine Reihe gemeinsam mit anderen Autoren zu schreiben?

Ich habe schon mit einer anderen Autorin einige Szenen für ein Manuskript von ihr geschrieben und fand das tatsächlich spannend. Die Tatsache, dass du plötzlich nicht mehr alles beeinflussen kannst, führt zu völlig neuen Wendungen – allerdings muss es dann schon sehr, sehr gut passen.

Ich stelle mir das schwer vor. Denn wie Du sagst, es muss absolut passen.

 
Hast Du einen Wunsch für die Zukunft?

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Oh, viele. Ich halte es da sehr mit klassischen Wünschen wie Gesundheit, Weltfrieden, die Menschheit besinnt sich und schrottet den Planeten nicht innerhalb der nächsten fünfzig bis hundert Jahre und so.
Ganz persönlich würde ich mir wünschen, langsam und stetig als Autorin wachsen zu dürfen. 🙂

Ich wünsche Dir sehr, dass es klappt. Eins meiner Hobbys zum Beruf machen, wäre sicherlich ein Traum, aber ich denke, dabei wird es bleiben:)

 

 

Gibt es etwas, was Du Deinen Lesern gern sagen möchtest?

Ich freue mich sehr, dass es euch gibt. ❤

Und wir, dass Ihr Autoren so tolle Bücher schreibt;)

 

 

Ich hoffe, Euch hat das Intervew mit Kira spass gemacht und Ihr seid etwas neugierig auf ihre Bücher geworden. Hier sind nochmal meine Rezis zu beiden Büchern, die mich absolut begeistern konnten.

Rezension Keep on Dreaming(Stay Tuned); Kira Minttu

Me, without Words(Stay Tuned 2); Kira Minttu

Hier gehts zu Teil 3, der gerade erst erschienen ist. Gelesen habe ich ihn noch nicht, was ich aber bald tun werde.

Falling to Pieces(Stay Tuned 3)

 

Autor:

Ich bin Kati , Mitte 40 und liebe das Lesen, Filme und Musik. Näheres über mich findet Ihr in der Kategorie "über mich".

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