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Autorenvorstellung Gabriele E. Fleischmann

 

Heute stelle ich Euch die Autorin Gabriele E. Fleischmann vor, die Euch vielleicht durch ihre Familensaga Kerry & Theo bekannt ist. Diese Reihe umfasst bisher 10 Teile, wovon ich fast jeden einzelnen durchgesuchtet habe, Charlotte werde ich im April noch lesen. Teil 1 ihrer Sage hat den Titel “ Kerry & Theo: Nicht gesucht und doch gefunden. Ich finde sogar, dass die Bände von Teil zu Teil immer besser wurden. Es ist eine Familiensaga mit Liebe, Schmerz, Drama, Freundschaft und Musik. Beim Lesen hatte ich nie das Gefühl es wäre eine erfundene Geschichte, denn diese Reihe spielt mitten aus dem Leben und ich durchlebte wohl sämtliche Emotionen. Zu Kerry und Theo 7 und 8 habe ich hier  als ich den Blog eröffnete jeweils eine Rezension geschrieben. Beide Bücher gehören auch zu meinen Lieblingsbüchern.

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Gabriele E. Fleischmann

Johannes: Du bist der Schlüssel zu meinem Herz(Kerry und Theo 7); Gabriele E. Fleischmann

Johannes: Ihr seid der Schlüssel zu meinem Herz(Kerry und Theo 8); Gabriele E. Fleischmann

Ich habe Gabriele Fleischmann als eine sehr liebenswerte , herzliche und einfühlsame Frau kennengelernt. Das Thema Familie ist Gabriele Fleischmann selbst auch sehr wichtig, was man immer wieder in Gesprächen mit ihr feststellt. Aber auch die Nähe zu ihren Lesern bedeutet ihr sehr viel, dies konnte ich schon mehrfach spüren, selbst in Zeiten in denen ich nur Leserin war, also vor den Zeiten dieses Blogs

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Teil 2
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Teil 1

Auf der Frankfurter Buchmesse vorletztes Jahr hatte ich die Gelegenheit sie kurz persönlich kennenzulernen. Deshalb hoffe ich sehr, dass ich sie irgendwann noch einmal treffen darf. Wohnliche Entfernungen und
Alltag machen dies aber nicht ganz so einfach.Ich habe Gabriele Fleischmann ein paar Fragen gestellt, die sie mir gerne beantwortet hat 🙂

Wie bist Du dazu gekommen Autorin zu werden?

Eigentlich habe ich es meinem Sohn „zu verdanken“, dass ich mich gewagt habe, mal an ein größeres Projekt zu gehen. Denn, wenn ich auch seit frühster Kindheit, Bücher verschlungen habe und ebenso gerne auch Geschichten erfunden habe, so habe ich mich (bis auf ein paar Kurzgeschichten) nie so recht gewagt, alles zu Papier zu bringen.


Das änderte sich im Mai 2012, bzw. da fing das Drama an. Mein Sohn, lag ihn Folge eines missglückten Eingriffes, etliche Woche auf der Intensivstation, und häufig wusste ich nicht, wie ich den Tag überstehen sollte, wenn ich ihn an all diesen Geräten ect. sah.

Spätestens jetzt wird einem klar, woher die Idee zu Johannes kommt, und wie Du in der Lage warst, es so zu schreiben als wäre es real. Dies ist ein ergreifendes Erlebnis 🙁 Genauso habe ich auch die Johannes Teile empfunden, und doch haben sie mich beglückt.

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Teil 3

Um mich abzulenken, fing ich an mir eine Geschichte auszudenken (das mache ich immer, wenn es mir schlecht geht). So wurde „Kerry und Theo“ geboren, und da der Aufenthalt in der Klinik, über mehrere Monate ging, hatte ich viel Zeit, ihnen Freunde, Feinde, Familie zuzudichten. Als mein Sohn dann endlich die Klinik verlassen durfte, stand für mich fest, dass ich „Kerry und Theo“ nicht einfach wieder zur Seite legen konnte, das hatten sie nicht verdient, schließlich hatten sie mir ja über diese furchtbare Zeit hinweg geholfen.

Darüber bin ich und viele andere sehr froh, denn ich habe selten eine Reihe mit so vielen Teilen gelesen, die mich immer noch fesselt. Oft läßt dies nach 2-3 Teilen nach.


Das ich ein mini klitzekleines Talent hatte, Worte zu Sätzen, Sätze zu Geschichten zu bringen wusste ich, aber … großes ABER, würde das auch reichen, um diese komplexe Geschichte schreiben zu können … es reichte nicht. Denn die ersten Schreibversuche waren gruselig (Kritiker werden sicher sagen: daran hat sich bis heute nichts geändert 😉 ). Es folgten einige Wochen, Monate, ja, sogar Jahre, nämlich an der Zahl 2, bis ich endlich soweit war, dass „Kerry und Theo“ an die Öffentlichkeit konnte.


Zu kritisieren gibt es immer was, wenn man danach sucht ;). Aber es geht doch auch darum ob Du Deine Leser begeistern kannst, und so wie ich es mitbekomme ist dies der Fall.

Deine Buchreihe spielt direkt aus dem Leben, woher nimmst Du Deine Ideen?

Meine Ideen bekomme ich quasi freihaus geliefert. Als Mutter von 6 Söhnen und 2 Töchtern,

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Teil  4

wird für Buchideen sozusagen täglich gesorgt. 

*lacht* das kann ich mir lebhaft vorstellen. Da gehen einem die Ideen bestimmt nicht aus.

Könntest Du Dir vorstellen auch in einem anderen Genre zu schreiben?

Nein, ich bleibe meine Genre treu, da ich mir selbst auferlegt habe, nie über etwas zu schreiben, was ich nicht kenne. In allen meinen Büchern sind Züge von mir und/oder meiner Familie. Da ich (zum Glück) noch nie etwas erlebt habe, was für einen Krimi reichen würde, mir Fantasy auch als Leserin nicht liegt, bleibe ich beim Drama (erlebe ich quasi täglich), bei der Liebe und den jungen Erwachsenen

Das freut mich zu hören, denn ich mag zwar auch Thriller o.ä. aber Adult, Liebesgeschichten etc. bleibt wohl mein liebstes Genre. Dramatisch darf es aber auch gern sein. Ich lese zwar auch Fantasy, aber bei weitem nicht so viel wie Liebesgeschichten, denn da kommt es wirklich drauf an worum es geht. Eine zeitlang konnte ich Fantasy gar nicht lesen.

 welche Genre liest Du selbst gern ?

Wenn ich denn mal zum Lesen komme, dann auch gerne Liebe/Drama/New Adult

Das kann ich gut nachvollziehen, es hat ja auch eine gewisse Magie

 Gibt es ein Buch Deiner Reihe, das Dir mehr am Herzen liegt als andere?

Ja, das gibt es in der Tat. Vorweg, ich liebe sie alle, und jedes Buch hat so etwas besonderes, sei es bei Johannes, wo ich die Herzerkrankung meines Sohnes thematisiere, oder bei Charlotte, die sich nicht so recht von ihrer Familie abnabeln kann und will … aber, mein Lieblingsbuch ist Theresa. Theresa ist auch das einzige Buch, welches ich gelesen habe (also außer während des Schreibens und der Überarbeitung)

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Teil 5

Auch das kann ich nachvollziehen, obwohl mein liebstes bisher wirklich Johannes ist. Und „Asche über mein Haupt“ Charlotte steht erst im April auf meinem Leseplan, es kam immer was an Rezibüchern dazwischen. Ohne Blog war das noch einfacher *Grinst* Ich gebe zu bei allem was man vorher über Theresa und Kurt erfuhr, war ich erst unschlüssig ob ich es lesen soll. Aber was soll ich sagen, es hat mich echt gepackt und es ist ein wunderschönes Buch mit viel Drama. Sowas mag ich ja echt gern.

Hast Du zwischen Familie und Schreiben noch Zeit für andere Dinge, wie z.B Hobbys?

Leider habe ich noch nicht mal Zeit, um mir selbst mal mit Ruhe ein paar Lesestündchen zu gönnen. Ansonsten liebe ich neben der Literatur, die Musik. Ohne geht bei mir gar nichts im Leben.

Wen wundert das eigentlich 😉 denn einige Mitglieder der Fisher/Laufenberg Familie spielen ja in einer Band. Aber auch mir ist Musik mindestens so wichtig wie meine Bücher.


Hast Du selbst einen Lieblinsautor, und wer ist es?

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Weihnachtsband Teil 6

Astrid Lindgren und Abbi Glines

Oh ja, Astrid Lindgren habe ich geliebt. Und Abbi Glines schreibt echt tolle Bücher. Ich bin gerade dran Rosemary Beach weiterzulesen 

 In Deinen Büchern spielt Musik eine Rolle, wie wichtig ist Dir selbst Musik?

*lächel* die Frage habe ich ja schon mit Frage 6 beantwortet. Musik ist für mich sehr, sehr wichtig, egal ob ich glücklich oder traurig bin, ob ich schreibe oder koche, bei mir muss immer Musik dabei sein. Oft singe ich auch (was meine Familie als Körperverletzung einstuft).

*lacht* stimmt, das Thema hatten wir schon. Ich glaube ob es Körperverletzung ist oder nicht, darüber lässt sich streiten. Ich habe früher in einer Live Musik Kneipe gearbeitet, das war zwar toll, aber Sonntags gab es so Einzelinterpreten, wie z.B Hermann, seinen Namen weiß ich heute noch. Da wäre ich, die gerne gute Rockmusik hört, am liebsten schreiend davongelaufen.

Deine Kerry & Theo Reihe hat mittlerweile 10 Bücher. Dürfen wir uns auf noch mehr freuen oder hast Du sie Gedanklich schon irgendwann beendet?

Nein, ich habe noch (lange) nicht mit Kerry und Theo abgeschlossen. Trotz alledem wird jetzt erstmal eine Pause geben und ich werde mich neuen Projekten zu wenden. Die Familie Laufenberg hat einfach mal eine kleine Ruhepause verdient 😉

Oh, da machst Du mich und Deine Leser aber gerade Glücklich. Ich freue mich auf die neuen Projekte, aber auch die Laufenbergs wieder zu treffen.

 An welchen Orten schreibst oder liest Du am liebsten?

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Teil 7
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Teil 8

Ich schreibe meistens an meinem 100 Jahre alten riesigen Esstisch,
der steht bei uns im Eingangsbereich steht und ich so auch noch etwas am Familienleben teilnehmen kann. Zum lesen verkrümele ich mich ins Bett, da kann ich am besten abschalten.

Das klingt nach einem guten Platz. Ich verfasse auch gern im Wohnzimmer, lesen aber eher auf der Terrasse oder auf der Couch

Was würdest Du Dir von den Lesern wünschen?

Oh, das ist eine Frage, die heikel ist.
Vorweg: Ich liebe meine Leser!
Die, die mich loben (halleluja, wer wird nicht gerne gelobt), aber auch die, die mich fair! kritisieren. Ich würde mir wünschen, dass die Leser, die uns Autoren als Maschinen ansehen, mal in sich gehen, mal darüber nachdenken, was es bedeutet an 7 Tage in der Woche täglich 8, 9, manchmal bis zu 15 Stunden am PC zu sitzen, was es bedeutet, wenn beim Schreiben der Kopf zu macht und man das, was sich im Gehirn gerade greifbar als Film abspielt, nicht als Worte zu Papier bringen kann. Was es heißt, wenn man nach langen Wochen, in der man die Familie vernachlässigt, etwas Veröffentlicht, und so Worte, wie „größter Mist allerzeiten“, „Griff ins Klo“ oder ähnliches fallen. Die Leser sollten doch mal darüber nachdenken, wie es sich anfühlen würde, wenn etliche Menschen ihre Arbeit dermaßen niedermachen würden. Ich denke mir, wenn manch einer darüber nachdenken würde, dass hinter 300 Buchseiten, ein Mensch sitzt, der sehr viel Herzblut darein gesteckt hat, der geweint und Blut und Wasser geschwitzt hat, dann ginge es vielen meiner Kollegen und mir etwas besser.

Oh ja, da gebe ich Dir absolut recht. Es gibt immer wieder Bücher die einem nicht gefallen, das ist auch ok so, aber es kommt drauf an wie man kritisiert. Einfach ist dies nicht, aber man sollte es versuchen und dran denken wie Du sagst, dass ein Mensch dahinter steckt. So ging es mir gerade mit meiner letzten Rezension, also es so zu schreiben dass es nett aber ehrlich ist.

Bitte nicht falsch verstehen, wenn ein Leser mir sagt, dass ihm dieses oder jenes nicht gefallen hat, dass er mein Schreibstil nicht mag, dass er mit dem einen oder anderen Prota nicht warm

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Teil 9

wurde. Er die ein oder andere Prota zu zickig fand, oder dass ihm das ganze zu viel Drama war, dann nehme ich das sehr gerne an, denke darüber nach. Denn das ist Kritik die mich weiterbringt, von der ich lernen kann, die mich weiterbringt.
Wie gesagt, Kritik ist gut, ist sogar erwünscht, aber bitte, bitte fair bleiben

Genau das ist der Punkt, fair und Ehrlich bleiben, aber trotzdem sagen was man denkt. Ich höre öfter Gemecker, dass Bücher zu langsam geschrieben werden. „Also bitte“ wir haben alle genug zu lesen, und ich persönlich mag eher klasse statt Masse, und warte gerne. Außerdem möchte ich kein Buch schreiben. Ich würde wohl Jahre brauchen um es aufs Papier zu bekommen, daran sollte man immer mal denken.

Gibt es etwas dass Du gerne noch loswerden möchtest?

Ich möchte jedem, wirklich und wahrhaftig jedem einzelnen Leser danken, dass er sich an meine Geschreibsel ranwagt und im besten Falle, es so gar etwas gut findet. Ich möchte so lieben Blogger, wie du eine bist Katrin, danken, dass sie uns Autoren die Möglichkeit geben, uns auch etwas über unseren

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Teil 10

eigenen Tellerrand bewegen zu können.
Danke ❤

Das ist nett von Dir 🙂 Was mich angeht, so mache ich das hier ja noch gar nicht so lange. Trotzdem finde ich es wichtig, dass der Name von Autoren im Gespräch bleibt. Zumindest kann man so etwas aufmerksam auf einige Autoren machen, auch wenn es nur ein Tropfen auf nem heißen Stein ist. Aber auch ich habe zu danken, denn ohne Euch Autoren würde ich dies hier gar nicht machen, und ihr kommt uns mit tollen Geschichten auch entgegen.

Es war schön dass Du hier warst liebe Gabriele 🙂 Und ich freue mich auf weitere Bücher von Dir, aber erstmal ist für mich Charlotte dran, worauf ich mich wirklich freue.

 

 

Autor:

Ich bin Kati , Mitte 40 und liebe das Lesen, Filme und Musik. Näheres über mich findet Ihr in der Kategorie „über mich“.

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